Schweinfurt 1945. Kriegsende und Einmarsch der US-Truppen
Am 11. April 1945 wurde Schweinfurt von der amerikanischen Rainbow Division besetzt. Der Krieg für die schwer zerstörte Kugellagermetropole war vorbei. Das Stadtarchiv Schweinfurt hat mich gebeten, aus Beständen der National Archives stammende Filme zu recherchieren und zum 80. Jahrestag des Kriegsendes vorzuführen.

Kriegsende in Schweinfurt 1945. Plakat: Stadtarchiv Schweinfurt

B17 „Flying Fortress“ Anflug auf Schweinfurt 1943. Bild: National Archives / Historiathek

Schweinfurt Kugelfischer 1945. Foto: National Archives / Historiathek

Schweinfurt Kugelfischer 1945. Foto: National Archives / Historiathek
Am 11. April 2025 jährt sich die Einnahme Schweinfurts durch die US-Truppen zum 80. Mal. Aus diesem Anlass werden an diesem Tag Originalfilme aus den National Archives vorgeführt, die den Vormarsch der 42. Infanteriedivision, der „Rainbow Division“, auf Schweinfurt dokumentieren. Diese historischen Aufnahmen zeigen nicht nur die letzten Kampfhandlungen am Kriegsende, sondern auch das Bild einer Stadt, die bereits durch die verheerenden Luftangriffe des Jahres 1943 stark zerstört worden war. Besonders eindrucksvoll sind die Filmsequenzen, die die schwer beschädigten Industrieanlagen von Kugelfischer und Fichtel & Sachs zeigen – Betriebe, die während des Krieges eine zentrale Rolle in der Rüstungsproduktion spielten und daher zu bevorzugten Zielen der alliierten Bomber wurden.
Hoolywood im Krieg – William Wyler
Im Rahmen der Filmvorführung werde ich eine kurze Einführung zum Hintergrund der Aufnahmen geben. Dabei werde ich auf das Signal Corps der US Army eingehen, das für die filmische Dokumentation des Kriegsgeschehens verantwortlich war. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang das Special Film Project (SFP), das unter der Leitung des bekannten Regisseurs William Wyler für die US Air Force entstand. Wyler, selbst bereits ein angesehener Filmemacher in Hollywood, hatte den Auftrag, den Luftkrieg gegen Deutschland in bewegten Bildern festzuhalten. Die von seinem Team produzierten Dokumentarfilme dienten nicht nur der Information der US-amerikanischen Öffentlichkeit, sondern auch der Analyse und Auswertung militärischer Operationen.
Die Filme der Vorführung sind eindrucksvolle Zeitdokumente, die die Zerstörungen Schweinfurts sichtbar machen. Sie bieten eine Gelegenheit, die letzten Kriegstage aus der Perspektive der alliierten Kameraleute nachzuvollziehen und sich mit der historischen Bedeutung dieses Tages auseinanderzusetzen.
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